Ernährungsmedizin

„Es gibt Krankheiten, die nur durch richtige Ernährung geheilt werden können“ - Hippokrates

Die Ernährung spielt für unsere Gesellschaft und unser Wohlbefinden eine immer größere und wichtige Rolle. Viele Krankheiten sind auf eine einseitige und unausgewogene Ernährung zurückzuführen.

Über unsere Nahrung sollten wir in der Lage sein, alle essenziellen (lebensnotwendigen) Nährstoffe zuzuführen. Die heutige Realität sieht jedoch leider anders aus und wir beobachten immer mehr Beschwerden, die im Zusammenhang mit Nahrungsmitteln stehen.

Gesunde Ernährung

Viele Beschwerden sind ernährungsbedingt

In unserer Sprechstunde erläutern wir den Unterschied von Nahrungsmittelallergie und Nahrungsmittelunverträglichkeit unter anderem von Laktose, Fruktose, Histamin und Gluten. Der Nachweis von Nahrungsmittelunverträglichkeiten bildet die Grundlage einer funktionellen medizinischen Behandlung und ist für jeden Patienten individuell zusammenzustellen.

Eine der Grundsäulen der funktionellen Medizin ist ein gut funktionierender Darm. Dieses Organ wird oft unterschätzt, obwohl der Darm wichtige regulatorische und entgiftende Funktionen hat. Mit Hilfe der Mikrobiom-Analyse betrachten wir individuell die Anzahl und Verschiedenheit der Darmbakterien, Diversität, deren Zusammensetzung, eine mögliche Dysbiose und deren Folgen, sowie eine mögliche Dünndarmfehlbesiedlung (SIBOS).

Der gesunde Darm bildet eine wichtige Barriere zur Außenwelt. Er schützt uns vor Giften, krankmachenden Viren und Bakterien, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Bei einer löchrigen Darmschleimhaut (Leaky Gut), kommen die schädlichen Stoffe in die Tiefe der Darmschleimhaut und aktivieren das Immunsystem. Es kommt zu allergischen Reaktionen, Schmerzen und Entzündungen.

Die Schwerpunkte der Sprechstunde sind:

  • Übergewicht
  • Bauchschmerzen
  • Erschöpfung

Ablauf der Ernährungsberatung

Erstgespräch

Anamnese & Diagnostikplanung

Untersuchung

Labor & Funktionsdiagnostik

Verlaufskontrolle

Befundbesprechung & Therapieplanung

Erfolgskontrolle

Verlaufskontrolle

Auswertung

Auswertung

Investition in Ihre Gesundheit

Die Leistungen, die Sie erhalten, sind Privatleistungen, die gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet werden. Wir schließen dazu einen Behandlungsvertrag mit Ihnen.

Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen unsere Leistungen. Die Ernährungsberatung umfasst 5 Termine. Die Kosten betragen derzeit 396,05 € (nach GOÄ) und können nach Abschluss des Beratungszyklus mit einer Teilnahmebescheinigung bei der jeweiligen Krankenkasse für die Bezuschussung eingereicht werden.

Adipositas

Übergewicht

Seit den 1970ger Jahren nimmt der Anteil der übergewichtigen Menschen weltweit kontinuierlich zu, besonders in den USA, aber auch in Europa. Adipositas ist eine multifaktorielle Erkrankung und resultiert grundsätzlich aus einem Ungleichgewicht von zu hoher Nahrungsaufnahme und zu geringem Energieverbrauch (Bewegungsmangel). Unser Körper ist nicht für eine Situation mit einem zu großen Nahrungsangebot ausgelegt. Dieser Überfluss führt zu Übergewicht.

Folgende zwei Modelle erklären eine Gewichtszunahme:

  • EBM, Energie-Bilanz-Modell: Bezeichnet die Kombination aus vermehrt sitzender Tätigkeit und dem Verzehr von energiereichen, schmackhaften, industriell hergestellten Lebensmittel.
  • CIM, Kohlenhydrat- Insulin-Modell: Es geht davon aus, dass die Fettablagerung (VAT) durch Lebensmittel mit hoher Glykämischer Last (GL) entsteht. Der dadurch hohe Bedarf an Insulin verhindert die Fettverbrennung und führt zur Insulinresistenz. Die Fähigkeit Körperfett zu verbrennen und in Energie umzuwandeln, nimmt mit steigendem Körperfettanteil und gleichzeitig steigender Insulinproduktion ab. 
    Fazit: Um unsere artgerechte Ernährung und Bewegung um zu setzten bedarf es einer zusätzlichen Initiative zum schon anstrengenden Wochenpensum.

Was sagt der Body Mass Index (BMI) und der Bauchumfang aus?

  • Die Einteilung der Adipositas erfolgt üblicherweise nach dem Body Mass Index, BMI. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert „Übergewicht“ als BMI > 25 Kg/ pro Quadratmeter Körperoberfläche und Adipositas als BMI >30 Kg/ pro Quadratmeter Körperoberfläche. Der BMI als alleiniges Kriterium für Übergewicht wird zu Recht kritisiert. Zwar ist er ein kluges Instrument, um Übergewicht zu detektieren, aber da er nicht zwischen der Muskelmasse und der Fettmasse, insbesondere dem Bauchfett (Viszeralfett/VAT) unterscheidet, entgeht dem BMI die besonders gefährdete Gruppe der "Dünnen Dicken".
  • Der Bauchumfang ist deshalb ein wichtiges Kriterium zur Diagnostik des Übergewichtes. Der Bauch- oder Taillienumfang sollte bei Frauen unter 88 Zentimetern, bei Männern unter 102 Zentimetern liegen. Frauen und Männer ticken beim Übergewicht anders - zumindest in einigen Bereichen. Hormonschwankungen, Schwangerschaft, Schönheitsdiktat führen dazu, dass Frauen stärker an ihrem überschüssigem Fett leiden. Doch die Männer entwickeln früher gesundheitliche Probleme.

Welche Auswirkungen hat Übergewicht auf unsere Gesundheit?

Übergewicht kann zu mannigfaltigen Problemen führen:

  • schlechte Energiebereitstellung
  • negativer Einfluss auf geistige Leistungen
  • Fettgewebe (VAT) ist ein Entzündungsherd
  • niedriggradige chronische Entzündung (silent Inflammation)

Damit ist das Übergewicht besonders ein immunologisches Problem!

Diagnostik:

Um die Auswirkungen des Übergewichts genau zu definieren, führen wir anhand der Anamnese ggf. folgende Analysen durch:

  • Messen der Körperkompartimente
  • Messen der Stoffwechselaktivität
  • Darmmikrobiom, Firmicutes/Bacteriodetes-Ratio (Einfluss auf Nahrungsverwertung und Körpergewicht)

Therapie

Die Behandlung erfolgt durch unterschiedliche individuell angepasste Maßnahmen:

  • Lifestyleberatung
  • Darmsanierung
  • medikamentöse Therapie, unter anderem mit dem Darmhormon GLP-1-Rezeptoragonisten wie Liraglutid und Semaglutid
  • Orthomolekulare Stoffwechselinfusionen
  • bei schwerster Adipositas sind auch bariatrische Operationen (z.B. Magenverkleinerung) in Erwägung zu ziehen

Abdominalschmerz

Bauchschmerzen

Eine der Grundsäulen der Ernährungsmedizin ist ein gut funktionierender Darm. Die Funktion des Darms wird oft unterschätzt. Er hat wichtige regulatorische und entgiftende Funktion. Die Bedeutung der Darmbakterien (Diversität) deren Zusammensetzung (Dysbiose) und die Folgen einer möglichen Darmfehlbesiedlung (SIBOS) werden mit Hilfe der Mikrobiom-Analyse individuell betrachtet. Der gesunde Darm bildet eine wichtige Barriere zur Außenwelt. Er schützt uns vor Giften, krankmachenden Viren und Bakterien, die wir mit der Nahrung aufnehmen. Ist die Schleimhaut des Darms „löchrig“ (Leaky Gut), kommen die schädlichen Stoffe in die Tiefe der Schleimhaut und aktivieren das Immunsystem. Es kommt zu allergischen Reaktionen, Schmerzen und Entzündungen.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

In unserer Sprechstunde erläutern wir den Unterschied von Nahrungsmittelallergie und Nahrungsmittelunverträglichkeit unter anderem von Laktose, Fruktose, Histamin und Gluten. Der Nachweis von Nahrungsmittelunverträglichkeiten bildet die Grundlage einer funktionellen medizinischen Behandlung und ist für alle PatientInnen individuell zusammenzustellen.

Folgende Beschwerden können auftauchen:
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Verstopfung

Mikrobiom

Das intestinale Mikrobiom, die Gesamtheit aller den Darm besiedelnden Mikroorganismen, ist für den Gesundheitsstatus des Menschen von essenzieller Bedeutung und in seiner Gesamtbedeutung Thema der aktuellen Forschung.

Eine Störung (Dysbiose) des Darmmikrobioms ist mit verschiedenen Erkrankungen assoziiert:
  • Metabolisches Syndrom
  • Diabetes
  • entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
  • Reizdarmsyndrom
  • Darmkrebs
  • kardiovaskulärer Erkrankungen
  • rheumatoide Arthritis
  • neurologische Störung

Stoffwechselstörungen

Erschöpfung & Burn-out

Chronischer Stress und ein nicht gut funktionierender Darm können zu einer Stoffwechselstörung und zu einer Störung der Mitochondrienfunktion führen. Bei der erschöpften Person läuft der Stoffwechsel auf hohem Niveau und die Regeneration ist stark eingeschränkt. Sie hat sich durch chronische Überbelastung in eine biochemische Situation gebracht in der Energiegewinnungsprozesse suboptimal ablaufen. Zusätzliche Elektrolytverluste wie Magnesium- und Kaliummangel u.a. verstärken die Erschöpfung.

Zum Beispiel sorgt wiederum eine schlechte Magnesiumversorgung für eine schlechtere Energieproduktion, da Magnesium bei der ATP (Adenosintriphospat)-Gewinnung in den Mitochondrien eine Rolle spielt.

 

Therapie

Die Behandlung erfolgt unter Einbeziehung der Anamnese.

  • Ausgleich einer Mangelernährung
  • Darmsanierung
  • Orthomolekulare Infusionstherapie
  • „Höhentraining“ zur Stärkung der Mitochrondrien bei Erschöpfung (IHHT Intervall-Hypo-Hyperoxy-Therapie)