Anti-Aging

Strategien gegen das Altern

Gesund, vital und selbstbestimmt älter zu werden ist ein Menschheitstraum, der angesichts der steigenden Lebenserwartung ständig an Bedeutung gewinnt. Ein gesunder Lebensstil spielt dabei eine große Rolle und ist in der Anti-Aging-Medizin ein wichtiges Thema. Die Kenntnis über die Alterungsprozesse bezogen auf die drei wichtigen globalen Systeme, das vegetative Nervensystem, das endokrine System und das immunologische System, bilden die Grundlage für eine individuelle Empfehlung, ein langes vitales Leben zu etablieren.
Welche Faktoren die Alterung von Geist und Körper beeinflussen und auf welchen Teil dieser Prozesse der Mensch aktiv einwirken kann, ist das Forschungsfeld der Age Science, eine interdisziplinäre Wissenschaft, die in den letzten Jahren enorme Fortschritte verzeichnen konnte. 

Ich habe mich mit dem Thema Altersgebrechlichkeit (Frailty) wissenschaftlich auseinandergesetzt. Außerdem bin ich Mitglied in der Menopause Gesellschaft, in der Gesellschaft für Antiaging Medizin (GSAAM) und befinde mich im ständigen interdisziplinären Austausch mit Fachkollegen. Dank der großen Fortschritte, die auf den Gebieten der Ernährungswissenschaft, der Endokrinologie, der Neurologie, der Immunologie, der Schlafforschung, sowie der modernen Präventionsmedizin gemacht wurden, hat die Wissenschaft heute ein völlig neues Verständnis davon, welche Faktoren den menschlichen Alterungsprozess und das Entstehen chronischer Erkrankungen beeinflussen. Zunehmend ist es möglich die Alterungsprozesse zu verlangsamen oder teilweise sogar vielleicht rückgängig zu machen. (Senolytika)

Mit jedem Lebensjahr wird unser Körper anfälliger für Krankheiten und Gebrechen. Mit dem Alter verlieren wir an Gedächtniskraft, leiden an Funktionsstörungen der Organe und des Bewegungsapparates. Nicht zuletzt zeigt sich das Alter im Spiegel an unserem veränderten Aussehen: Der Elastizitätsverlust der Haut oder starker Haarausfall, sind nur zwei altersbedingte Erscheinungen, die den Betroffenen häufig zusätzlich aufs Gemüt schlagen.

Der Gerontologe Prof. Caleb Finch beschreibt daher das Altern zutreffend als „Verfall physiologischer Kapazität mit der Zeit“. So gesehen ist ein altersbedingter Rückgang von Vitalität und Leistungsfähigkeit eine natürliche Entwicklung, die die Anti-Aging-Medizin mit verschiedenen Strategien verlangsamen kann.


Ursachen

Vorerkrankungen und Hormonmangel fördern die Gebrechlichkeit

Die Ursachen sind so komplex wie das Krankheitsbild selbst. Bei manchen führen allein die Alterungsprozesse zu einer systemischen Altersschwäche bzw. Altersgebrechlichkeit.  

Bei anderen führen die Alterungsprozesse auch zu Alterskrankheiten wie Adipositas, Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Arthrose, Osteoporose, Karzinome und Demenz.


Wer Altern behandel will, muss Altern verstehen.

Die Alterungsprozesse sind eine sich selbst verstärkende Spirale aus eingeschränkter Funktion des Immunsystems, Hormonsystems und des Autonomen Nervensystems. Sie äußern sich in Form eines extrem geschwächten Immunsystem und einer vergleichsweise hohen Infektanfälligkeit der Betroffenen. Blutarmut, erhöhte Entzündungsparameter, eine eingeschränkte Stresstoleranz, sowie ein Hormon-Mangel, weisen ebenfalls auf beschleunigte Alterungsprozesse hin.

Nach außen hin sichtbar ist vor allem der physische Verfall: Kraftlosigkeit durch schwindende Muskelmasse, Appetit-Losigkeit und ein damit einhergehender Gewichtsverlust, sind für Angehörige und Betroffene in der Regel deutliche Hinweise.

Was sind die häufigsten Symptome des Alterns?

Körper

  • reduzierte körperliche Belastbarkeit
  • messbare Muskelschwäche und Kraftverlust
  • geschwächtes Immunsystem
  • langsame Gehgeschwindigkeit
  • Gang- und Standunsicherheit mit Sturzneigung

Psyche

  • tiefe Erschöpfung auf mentaler, emotionaler und physischer Ebene
  • Schlafstörungen
  • Depression
  • Demenz
  • Alzheimer

Age Management

Diagnostik und Therapien

Zur ärztlichen Behandlung der Alterungssymptome und Beschwer­den werden klassischerweise Medikamente, Medizintechnik und Operationen inklusive künstlicher Gelenkersatz eingesetzt, die Erleichterung bewirken sollen. Diese nur symptombezogene Medizin ergänzen wir durch „altersassozierte“ Medizin. Im Rahmen unseres Age-Managements unterziehen wir die Alterungsprozesse einer generellen Prävention.

Mit einer ausführlichen Diagnostik schaffen wir die Basis für eine individuelle Therapie unserer Patientinnen und Patienten.

Um die Alterungsprozesse zu verlangsamen, haben sich ein gesunder Lebensstil in Kombination mit verschiedenen pharmazeutischen Maßnahmen bewährt. Hier kommen unsere Erkenntnisse aus der Ernährungsmedizin und der Hormonersatztherapie (HRT) zum Einsatz.

So können beispielsweise Defizite an Hormonen, Vitaminen und anderen Mangelerscheinungen ausgeglichen werden.

Unsere Anti-Aging-Therapie: Age Management Medizin

Erstgespräch

Erstgespräch

Anamnese und Besprechung des Therapieablaufes

Untersuchung

Untersuchung der Symptome

Blutuntersuchung Bioimpedanz-Messung EKG Herzraten-Variabilitätsmessung

Verlaufskontrolle

Verlaufskontrolle

Untersuchungsergebnisse & Besprechung der Therapiemaßnahmen

Erfolgskontrolle

Erfolgskontrolle

Wiederholung der Messungen in unserer Praxis in Hamburg

Auswertung

Auswertung

Auswertung der Therapie und Besprechung des Fortganges

Prävention

Der Schlüssel zu einem gesunden Lebensabend

Die Krankheit „Altern“ zu verhindern, bevor sie entsteht, ist das Ziel unserer Präventions­maß­nahmen. Das von uns entwickelte Programm zur Gesundheit im Alter zielt daher primär darauf ab, Alters­gebrechlich­keit gar nicht erst entstehen zu lassen.

In der 2017 veröffentlichten Masterarbeit von Dr. Britta Manchot “Frailty” – Kann durch Prävention die Altersgebrechlichkeit verhindert werden?, wird das Alterungs-Syndrom Frailty erklärt und Präventionsmaßnahmen erörtert. Die Abschlussarbeit schrieb Dr. Manchot im Rahmen des Masterstudienganges „Preventive Medicine“ der DIU (Dresden International University). 
Die Verlängerung der gesunden Lebensspanne ist das Ziel unseres Age-Management-Konzepts.